Buchweizensphagetti mit Kürbis-, u. Hänhchenbrustmedaillons: Ein nahrhaftes und dennoch leichtes, die „Mitte“ stützendes Gericht

März 27, 2020



Pasta mal anders!

Besonders schön am Hokkaido ist seine Farbe: ein leuchtendes Orange, die die Leuchtkraft der Sonne wiederspiegelt. Er wärmt uns. Aus Sicht der Chinesischen Medizin / Diätetik stärkt Kürbis auch durch seine Form, Frucht und süßen Geschmack das Element Erde in uns.

Zur Wandlungsphase Erde gehören zwei Funktionskreise: Milz und Magen.

Die Milz führt „das Klare“ nach Oben und der Magen „das Trübe“ nach unten.
Anders gesagt: unsere Mitte trennt die verwertbaren und nutzlosen Bestandteilen. Solange dies optimal funktioniert, führt sie uns zu unserer Mitte, erdet uns. Die Erde ist die Mitte, das Symbol der Ausgeglichenheit. Wenn wir uns geerdet fühlen, sind wir gelassen.

In der aktuellen Covid-19 Zeit, brauchen wir das mehr als sonst, auch um das Urvertrauen bewahren zu können. Kürbis löst sogar durch Kummer bedingte Qi-Stauungen auf, leitet Schleim aus und hydriert uns.  Er ist sehr bekömmlich, also gut zu verdauen.

Und was sagt die westliche Ernährungsmedizin?

Durch seinen hohen Anteil an Ballaststoffen und Kalium zählt auch der Hokkaido zu den Schlankmachern. 100 Gramm Fruchtfleisch enthalten 1,7 Gramm Eiweiß, 0,5 Gramm Fett und 5,5 Gramm Kohlenhydrate. Sogar 100 Milligramm Vitamin C stecken drin.

Der Hokkaido ist sehr sättigend, denn er enthält weniger Wasser als anderes Kürbis-Fruchtfleisch. Wie alle Kürbissorten wirkt Hokkaido-Kürbis anregend auf Nieren- und Blasentätigkeit und entwässernd. Dabei wirkt er sogar verdauungsfördernd.
Seine leuchtende Farbe verdankt der Kürbis dem starken Antioxidans Beta-Carotin. Der Hokkaido enthält hiervon – vor allem in der essbaren Schale – sogar mehr als Karotten. Daher empfehle ich Hokkaido nur aus Bio-Anbau zu nehmen.

Genug der Theorie… hier kommt mein Rezept:
Zutaten (für 2 Personen): 1 Stück (170g – 200g) Hänchenbrustfilet, Bratolivenöl (sehr hitzebeständig), 1 rote Zwiebel, 1 kleinerer Hokkaido*, 100 g Cocktailtomaten, Sesam, geröstete Hanfsamen, Gewürze, Oliven-u. Wallnussöl

  • In einer reichlich mit Olivenöl bestrichener Backform die vorbereiteten Kürbis-, die rote Zwiebel- und Tomaten-Stücke legen und mit Himalya Salz, gemahlenem Kurkuma, Chili, Koriander, Ingwerpulver, schwarzen und weißen Pfeffer würzen und mit Olivenöl beträufeln.
  • In vorgeheizten Backofen etwa 15-20 Min. bei 160 Grad grillen
  • Wenn es fertig ist, sind die Ränder leicht braun und der Hokkaido in seiner Konsistenz fast cremig.
  • In einer Pfanne zuerst das in kleine Stücke geschnittenes Hänchenbrustfilet auf mit Bratolivenöl bei mittlerer Hitze leicht anbraten.
  • Mit geschälten weißen oder schwarzen Sesamsamen bestreuen
  • Nach 2 Minuten können auch noch Champignons in Stücken dazu gegeben werden
  • Alles ca. 3-5 Minuten zusammen braten
  • Zwischenzeitlich die Buchweizenspaghetti auskochen (sie sind erfrischend und glutenfrei 😉 )
  • Dann alles zusammen servieren …
  • … und mit Wallnussöl abschmecken.

*Tipp: Vor dem Kauf empfehle ich eine kurze Klopfprobe zu machen. Hört sich es hohl an, ist der Kürbis optimal gereift.

Guten Appetit 😉